Über mich

Hier erfahren Sie, wer hinter der Darmakademie steht, warum es sie gibt und wie ich arbeite.

Warum ich mich auf den Darm spezialisiert habe

In meine Praxis kommen oft Tiere, bei denen schon Kolleginnen und Kollegen einiges versucht haben. Die Darmprobleme sind trotzdem geblieben. Das liegt selten am Können, sondern daran, dass der Darm in kaum einer Ausbildung so tief behandelt wird, wie es nötig wäre.
Die Forschung bewegt sich schnell, und vieles, was ich selbst gelernt habe, ist heute überholt. Ich kann nicht alle Tiere selbst behandeln. Deshalb gebe ich mein Wissen weiter.

Wie ich Hunden und Katzen helfe

Als Tierheilpraktikerin arbeite ich in meiner Praxis vor allem mit Tieren, die chronische Probleme mit der Verdauung haben. Ich schaue mir an, was im Darm tatsächlich los ist, ordne Befunde ein und baue daraus einen Plan, der Schritt für Schritt umgesetzt wird. Der zweite Teil meiner Arbeit ist diese Ausbildung. Hier gebe ich mein Wissen weiter, an Fachleute und an alle, die ihr eigenes Tier besser verstehen wollen.

Meine Philosophie: Klarheit statt Versprechen

Meine Arbeit beginnt immer mit einer Frage: Was ist belegt, und was wird nur oft wiederholt? Ich behandle nicht nach Schema, sondern erst dann, wenn klar ist, warum ein Tier so reagiert, wie es reagiert. Deshalb bekommen Sie von mir Klarheit statt schneller Versprechen. Ich sage Ihnen, was ich weiß, was ich vermute und wo mein Wissen endet. Wenn ein Fall in tierärztliche Hände gehört, sage ich das.

Tipsi, der Fall, der mich zum Darm gebracht hat

Wenn ich sagen müsste, wo meine Spezialisierung angefangen hat, dann hier.

Tipsi hatte Durchfall, seit sie acht Wochen alt war. Wässrig, immer wieder, über Monate. Sie war nicht unbehandelt, im Gegenteil. Acht Behandlungen mit verschiedenen Präparaten waren gelaufen, darunter mehrfach Wurmmittel und Antibiotika. Dazu kam eine Prüfung der Nahrungsausnutzung, Verdauungsenzyme wegen einer vermuteten Bauchspeicheldrüsenstörung und eine Spezialdiät nach der anderen. Es waren mehrere Behandler beteiligt, und jeder hat sein Bestes gegeben. Geändert hat sich nichts.

Was mir damals klar wurde: Es wurde die ganze Zeit an den Symptomen gearbeitet, aber niemand hat nachgesehen, wie es im Darm selbst aussieht. Erst eine umfassende Kotuntersuchung zeigte, woran es lag. Darmflora und Darmmilieu waren vollständig aus dem Gleichgewicht, und in einem solchen Milieu kann kein Präparat der Welt dauerhaft wirken.

Die Behandlung setzte danach genau dort an. Das war kein schneller Erfolg. Es hat etwa ein Jahr gedauert, bis der Kot sich dauerhaft besserte, danach folgte die Umstellung auf frisches Futter. Am Ende war Tipsi beschwerdefrei.

Bei diesem Fall habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass mir beim Thema Darm niemand weiterhelfen konnte. Es gab keine Ausbildung, in der das ausführlich behandelt wurde, und in den Fachbüchern stand vieles, was sich später als überholt herausstellte. Ich musste es mir selbst erarbeiten, Studie für Studie.

Seitdem begleitet mich das Thema täglich. Und deshalb gibt es diese Ausbildung, damit nicht jede Kollegin und jeder Kollege wieder bei null anfangen muss.